27. Januar 2015

Nur gemeinsam sind wir stark!

faust_hakreuzIm Nachgang der erfolgreichen Demonstration für ein buntes Essen am 18. Januar sind aus der CDU Stimmen gegen die Vielschichtigkeit des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ laut geworden, da sich dort auch sogenannte „Verfassungsfeinde“ mit einbringen würden. CDU-Fraktionschef Thomas Kufen möchte nun eine „Plattform der Demokraten“ ins Leben rufen, von der ausgehend Themen wie Islamismus, Fremdenfeindlichkeit und Integration diskutiert werden und ggf. Demonstrationen angemeldet werden können.

Der Vorstand der Jusos Essen erteilt diesem Ansinnen eine klare Absage. „Herr Kufen scheint das Bündnis mittels der Einteilung in ‚gute Demokraten‘ und ‚böse linke Verfassungsfeinde‘ auseinander dividieren zu wollen. Davon halten wir nichts“, so Alexander Nolte, Vorsitzender der Jusos Essen. „Gerade die Vielfalt und strukturelle Offenheit von „Essen stellt sich quer“ hat dazu geführt, dass mit rund 5.000 Teilnehmenden die größte Demo der letzten Jahre in Essen stattgefunden hat.“

Oliver Kann, Öffentlichkeitsreferent der Jusos Essen, ergänzt: „Es gilt, aus der Geschichte zu lernen. Die Zersplitterung der demokratischen Kräfte war einer der Gründe für den raschen Aufstieg der NSDAP. Beim Engagement gegen Rechts verfolgen wir einen konstruktiven Dialog über ideologische und parteiliche Grenzen hinweg. Alle Kräfte, die sich gegen menschenverachtende Ideologien einsetzen, müssen zusammenstehen.“

Eine alternative Plattform in Essen, die ähnliche Ziele wie das Bündnis verfolgt, würde zur Schwächung der Kräfte führen, die sich gegen Rassismus und Rechtsradikalismus stark machen. Die Essener CDU sei gut beraten, sich dies zu Herzen zu nehmen. Sie sollten sich zunächst einmal lieber aktiver in den Kampf gegen Rassismus und Rechtsradikalismus einbringen und sich ernsthaft mit dem Bündnis „Essen stellt sich quer“ auseinandersetzen, anstatt lediglich Parallelstrukturen schaffen zu wollen, so die abschließende Meinung des Juso-Vorstandes.