Romina Eggert
10. Januar 2016

Jusos Essen schockiert über Ansichten eines Essener Genossen

Dref_wel_sticker_web_720x600ie Jusos Essen, die Jugendorganisation der SPD, sind schockiert über die Ansichten eines Essener Ratsherren aus Karnap.

Die vorgebrachten Argumente sind subjektiver Natur, bedienen fremdenfeindliche Tendenzen und lassen sich recht schnell durch objektive Faktoren widerlegen.

Die Äußerungen sind abwertend und anmaßend. Der Essener Ratsherr ignoriert alles, was Sozial- und IntegrationspolitikerInnen in Essen bisher aufgebaut haben. Die Integration von Geflüchteten und die Finanzierung stellt ohne Zweifel die Kommunen vor große zusätzliche Herausforderungen. Jedoch sind ein solches Aufeinanderhetzen und menschenverachtende Ansichtsweisen ein Armutszeugnis für einen Sozialdemokraten. Schließlich haben sozialdemokratische Werte nichts mit dem Wert von Objekten zu tun, sondern es steht der Gedanke der Chancengleichheit, unabhängig von Herkunft, Religion und Aussehen, im Vordergrund.

Menschen mit Migrationsvorgeschichte, die hier in Deutschland arbeiten gehen, wirken nicht nur dem demografischen Wandel entgegen, sondern geben auch dem Sozialstaat der Bundesrepublik Deutschland etwas zurück.

Außerdem sind die Äußerungen ein Schlag ins Gesicht, jedem/jeder GenossIn mit Migrationsvorgeschichte in der Essener SPD. Er würde echte Haltung beweisen, wenn er sich in herausfordernden Zeiten nicht durch Populismus auszeichnen würde, sondern Dinge anpackt.