16. September 2015

Jusos Essen kritisieren Polizeistrategie für HoGeSa-Aufmarsch

Das Bündnis Essen stellt sich quer darf seine Kundgebung gegen den HogeSa-Aufmarsch am 20.09.
nicht auf dem Viehofer Platz abhalten. Stattdessen sollen die rund 500 erwarteten Teilnehmenden
auf den Pferdemarkt ausweichen, der zum großen Teil nicht in Sichtweite der HoGeSa-faust_hakreuz
Kundgebung liegt.

Die Jusos Essen kritisieren diesen Entschluss der Polizei aufs Schärfste. Romina Eggert, Juso-
Vorsitzende, verweist auf die Größe des Platzes: „Jedes Jahr findet dort Open Air Konzerte mit
über 1000 Besucher*innen statt. Es ist außerdem anzuzweifeln, dass die Gegenkundgebung durch
diese räumliche Trennung überhaupt eine Chance hat, beachtet zu werden. Ist dies nicht
gewährleistet, kommt dies einem Verbot der Gegenkundgebung gleich.“

Große Bedenken werden auch in Richtung der Sicherheitsvorkehrungen geäußert. Oliver Kann,
Öffentlichkeitsreferent der Jusos Essen, findet die Aussagen der Polizei schwammig: „Da kommt
kein friedlicher Karnevalszug, sondern rund 100 Hooligans auf Geheiß eines Pro NRW-Funktionärs
nach Essen. Auf dem Willy-Brandt-Platz findet zeitgleich das Kinderfest des Vereins für Kinder- und
Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V. statt und viele HoGeSa-Teilnehmende
werden über den Hauptbahnhof anreisen. Die Polizei erklärt indessen nur, sie habe die Lage im
Blick. Die Erfahrungen des 1. Mai lehren uns aber etwas anderes, denn dort ist sie trotz
Verstärkung überfordert gewesen.“

Die Jusos Essen fordern daher dringend mehr Kooperations- und Gesprächsbereitschaft seitens
der Polizei und die Bewilligung eines Kundgebungsortes in Hör- und Sichtweite. Außerdem
fordern sie alle demokratischen und zivilgesellschaftlichen Kräfte in Essen auf, sich an den
Kundgebungen von Essen stellt sich quer zu beteiligen.