Romina Eggert
28. Januar 2005

JUSOS Essen gegen Einführung von Studiengebühren

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Aufhebung des Verbotes von Studiengebühren haben die Essener Jungsozialisten, die Ankündigung der CDU, nach einem Wahlsieg Studiengebühren an nordrhein-westfälischen Hochschulen einzuführen scharf kritisiert.


„Das ist ein Frontalangriff auf die Bildungschancen junger Menschen“, erklärte der Vorsitzende der JUSOS Essen, Frank Müller. Er warf der CDU vor, mit ihren Überlegungen auf dem besten Weg zu sein, die Zukunft zu verspielen.

Als einen „handfesten Skandal“ bezeichnete Müller, dass Jürgen Rüttgers noch vor einem Jahr seit an seit mit den Studierenden gegen das Studienkontenmodell protestiert habe. „Das Rüttgers den Studierenden nun kalt lächelnd in den Rücken fällt, halten wir für widerwärtig. Das ist Politik nach Beliebigkeit. Wie kann man einem solchen Menschen noch vertrauen?“
Für Nordrhein-Westfalen schließen die JUSOS Studiengebühren aus. „Da gibt es eindeutige Aussagen seitens der rot-grünen Regierungskoalition. Wir werden den Weg der sozialen Ausgrenzung junger Menschen nicht mitgehen.“

Für viele sei ein gebührenfreies Hochschulstudium die einzige Möglichkeit, einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen. „Die Kosten eines Studiums müssen kalkulierbar bleiben. Jeder junge Mensch muss unabhängig vom Geldbeutel der Eltern seine individuelle Chance auf eine erstklassige akademische Ausbildung erhalten“, so Müller. Junge Menschen dürften nicht abgeschreckt werden. „Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Studenten, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern.“

An die Studentinnen und Studenten appellierten die JUSOS, sich gegen die Ankündigungen der Union zu wehren: „Dafür gibt es ein einfaches Rezept. Wer Studiengebühren in NRW verhindern will, muss bei der Landtagswahl am 22. Mai, SPD wählen“, erklärte Müller abschließend.