Romina Eggert
22. Januar 2016

Jusos Essen: Anspruch an soziale Stadtplanung

Die Jusos Essen begrüßen das in der Ratsvorlage zur Flüchtlingsunterbringung erwähnte Konzept der Wohnungsvermittlungsagentur, die Anstrebungen einer besseren Unterbringung enger mit der Bevölkerung und der in der Stadt tätigen Wohngesellschaften zusammen zu erarbeiten.

Wir mahnen dabei ausdrücklich eine gerechtere und kleinteiligere Verteilung der Geflüchteten im Essener Stadtgebiet an und fordern ein Konzept zur Begleitung der Geflüchteten in den Unterkünften.
Die zurzeit in der Öffentlichkeit diskutierten Flächen für neue Einrichtungen werden innerhalb und zwischen den Ratsfraktionen kontrovers diskutiert. Die möglichen Flächen wirken ungerecht über das Essener Stadtbild verteilt oder entsprechen nicht unserem sozialdemokratischen Anspruch, da sich eine Integration durch die Größe und Dichte der Einrichtungen als schwierig gestalten könnte.
„Um Obdachlosigkeit zu verhindern müssen mehr Unterbringungsplätze geschaffen werden. Die bisherigen Unterkünfte sind zu groß und stoßen bei den Geflüchteten, als auch bei den AnwohnerInnen auf Ablehnung.“, führt Romina Eggert, Vorsitzende der Jusos Essen aus, „Ziel sollte sein, eine sozial gerechte Verteilung in Essen zu realisieren. Von Karnap bis nach Kettwig sollen Geflüchtete Zuflucht und ein Zuhause finden können. Dies ist unser Anspruch an eine soziale Stadtplanung.“
Der kommende Monat wird von intensiven Debatten bestimmt werden. Die Jusos Essen werden sich in den Partei- und Fraktionsinternen Diskussionsprozess konstruktiv und kritisch einbringen.
“Die bevorstehenden Entscheidungen werden das Bild von Essen über Jahrzehnte prägen. Wir sind am Scheidepunkt und müssen die Entscheidung durchdacht treffen.”, führt Alexander Nolte, Sachkundiger Bürger und Juso,  weiter aus. „Dies bedeutet, die gesamte Stadtgesellschaft einzubinden. Seien es die in den Stadtteilen lebenden Bürger oder die großen Wohngesellschaften in Essen. Gemeinsam sind die Herausforderungen zu meistern!”